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  Welpenaufzucht
 

Welpenaufzucht

 

Hier möchten wir euch zeigen, wie wir unsere Welpen auf ihr zukünftiges Hundeleben vorbereiten.

Geburt der Welpen

Hundewelpen werden blind, taub und völlig hilflos geboren und sind somit auf die Hilfe der Hundemutti angewiesen. Sie wärmt, ernährt und putzt die Kleinen. Nur durch ihren Tast- und Geruchssinn können sich die Hundebabys in den ersten Lebenstagen nach ihrer Hundemutti orientieren und somit den Weg zur Muttermilch finden. Ohne die liebevolle Zuwendung der Hundemutti hätten die Welpen keine Überlebenschance.

Kolostralmilch

Gleich nach der Geburt ist es wichtig darauf zu achten, das die Neugeborenen am Gesäuge trinken, denn da werden die Welpen mit Kolostalmilch versogt, die wichtig für den Immunschutz sind. Enthalten sind in dieser Erstmilch lebenswichtige passive Antikörper. Frühzeitiges Säugen dient auch wesentlich zum Kreislaufvolumen des Neugeborenen bei, ansonsten kann es zur Kreislaufinsuffizienz und Herz-Lungen-Versagen kommen. Ein stabiles Herz- Kreislauf- System senkt das Risiko der Frühsterblichkeit bei Neugeborenen.

Unterkühlung

Innerhalb der ersten Tage besteht die große Gefahr der Unterkühlung. Welpen verfügen am Anfang über keinen Zitterreflex und sind von der Körpertemperatur ihrer Mutti angewiesen. Oft sieht man dass sich die Welpen zu einem Knäuel  übereinander legen um sich gegenseitig zu wärmen, und somit den Wärmeverlust zu reduzieren.

Ist es den Welpen zu kalt, zeigen sie dies mit vermehrtem Bewegungsdrang, Unruhe, verstärkter Atmung und Lautäußerungen. Unter optimalen Verhältnissen (Umgebungstemperatur 21°C) liegen die Kleinen hingegen entspannt da und  verbringen die meiste Zeit schlafend.

Gewichtszunahme durch Trinken und Schlafen

Die Hauptbeschäftigung der Neugeborenen ist Trinken und Schlafen. Ein großer Teil des Schlafens ist mit aktiven Bewegungen wie Drehen und Zucken verbunden, wodurch die Entwicklung der Muskulatur gefördert wird. Die Häufigkeit des Saugens liegt in der 1. Lebenswoche um die 12mal am Tag, fällt in den folgenden 3 Wochen auf etwa 8mal und geht im 2. Monat auf 5 - 6mal pro Tag zurück. Dank der guten Muttermilch nehmen die Hundebabys rapide zu. Sie sollten vom ersten Lebenstag an zunehmen und ihr Geburtsgewicht in 7 - 10 Tagen verdoppelt haben. Beim Absetzen mit ca. 6 Wochen haben die Welpen dann das 6- bis 10-fache ihres Anfangsgewichts erreicht. Als Faustregel gilt: ein Welpe sollte während der ersten 5 Monate pro Tag 2 bis 4 g pro kg des erwarteten Erwachsenengewichts zunehmen.

Daher ist es wichtig das Gewicht täglich zu kontrollieren, um gegebenenfalls zu zufüttern.

Um alle Welpen ausreichend mit Milch zu versorgen, ist es wichtig darauf zu achten, dass keiner der Welpen weggedrängt wird. Sollte es dazu kommen muss der kleine an einer anderen Zitze angelegt werden.

Kot- und Harnabsatz

Durch das Belecken der Hundemutti an der Analgegend bei den Welpen, wird der Reflex für den Kot- und Harnabsatz ausgelöst und die Exkremente von der Mutter aufgeleckt, so dass die Wurfkiste sauber und trocken bleibt. Dieser Teil der Brutpflege endet meistens mit der ersten Beifütterung der Welpen.

Fehlt dieses Verhaltensmuster der Hündin, so sind Verstopfungen und Blähungen, in manchen Fällen sogar der Tod der Welpen die Folge.

Sinnesentwicklung

Bei Hundewelpen öffnen sich die Augen zwischen den 10. und 13. Tag, so dass sie ab den 14.Tag sehen können. Ab den 15. bis 17. Tag beginnen die Kleinen an zu hören und ab den 18. Tag beginnen die Welpen mit den ersten Gehversuchen. Nun beginnen auch die ersten Lautäußerungen, wie Bellen, Knurren und Heulen und der Beschäftigungsdrang mit dem eigenen Körper.

Erste Zähne und Zahnwechsel

Die ersten Milchzähne zeigen sich zwischen der 4. und 6. Lebenswoche und wechseln nach einem halben Jahr zum bleibenden Gebiss.

Sozialisierung

Alle Sinne der Welpen sind innerhalb des ersten Monats voll entwickelt. Nun bringt die Hundemutti ihren Welpen alle Verhaltensweisen bei, die sie zum gesunden Hundeleben benötigen und diese Verhaltensweisen werden untereinander beim Spielen und Toben geübt.

Ab der 5. Lebenswoche wecken die Welpen ein großes Interesse an ihrer gesamten Umgebung. Neugierig wird alles im Haus, Garten, Mensch und anderen Tieren wahrgenommen und erkundet. Nun findet für den Welpe eine wichtige Phase statt, die Sozialisierung.

Die jetzt gesammelten positiven wie negativen Erfahrungen, prägen den Welpen in ihrer Persönlichkeit und bestimmt ihr Verhalten für ihr weiteres Leben.

In dieser Phase versuchen wir dem Welpen spielerische Grundkenntnisse und Selbständigkeit beizubringen, um das spätere Zusammenleben mit Mensch und Tier zu vereinfachen. Es beginnt die Phase der Entwöhnung und die Mutter – Kind – Verbindung löst sich langsam auf.

Zufüttern und Absetzen der Welpen

Ab der 3.Woche beginnt man mit dem Zufüttern und das erfolgt mit speziellem Welpenfutter, was in der ersten Zeit mit Wasser, zum Brei vermischt werden sollte.

Spielerisch bringt man den Welpen bei am mit Brei benetzten Finger zu lecken, so kommt er schnell auf den Geschmack und beginnt bald allein zu fressen.

In der 6.Woche können die Welpen abgesetzt werden und nur noch mit fester Nahrung versorgt werden.

Ab der 10. Woche sind die Welpen dann so selbstständig und selbstbewusst, dass sie ohne Schaden ihre Familie verlassen können und in ihr neues Zuhause bei ihrer neuen Familie einziehen können.

Welpenimpfung und Entwurmung

Ab der zweiten Lebenswoche werden alle Welpen im 14 tätigen Rhythmus entwurmt.

Ab der achten Lebenswoche werden unsere Welpen einem Tierarzt vorgestellt, der die kleinen gründlich untersucht und sie dann zum ersten Mal impft, damit sie ihren eigenen Impfschutz aufbauen können. Vier Wochen später erfolgt eine Wiederholungsimpfung und sind dann für ein Jahr vor den wichtigsten Hundekrankheiten geschützt.


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